Dreidimensionale Skoliose-Therapie nach Schroth

Die Methode geht zurück auf Käthe Schroth-Meißen (geb.1894). Sie entwickelte die Atmungsorthopädie durch Hilfe zur Selbsthilfe, da sie selbst an Rückgratverkrümmung (Skoliose) erkrankt war, mit dem Leitsatz:

"Meine innere Einstellung gibt dem äußeren Geschehen die Richtung."

Skoliose bedeutet eine dreidimensionale Verwringung der Wirbelsäule in der Transversal- , Sagittal- und der Frontalebene des Körpers, mit eingeschränkter Beweglichkeit des gesamten Körpers und Beeinträchtigung innerer Organe.

Die Therapie nach Schroth ist eine wichtige Form der konservativen Skoliosebehandlung, die bei Jugendlichen mit gleichzeitiger Korsettversorgung eine sinnvolle Alternativtherapie zu einer Operation darstellt.

Durch Körperwahrnehmungsübungen soll der Patient ein Bewußtsein für seine Verkrümmung erlernen. Dann wird mit gezielter Drehwinkelatmung und Muskelaktivitäten (gezielter Kräftigung und Detonisierung einzelner Muskelzüge) eine korrigierte Haltung erlernt, die den Patienten so weit wie möglich aus seiner Verkrümmung heraus bringt. Diese Haltung wird dann mit Übungen für den Alltag auf das normale tägliche Leben transferiert.

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